Ciao Ostia

An diesem Sonntag hätte sich eine kleine Gruppe von Schülerinnen und Schülern eigentlich auf den Weg nach Ostia gemacht...doch dann wurde Europa und die ganze Welt von der Corona-Pandemie überrannt. Ob und wie der eigentlich vorletzte Austausch im LiP-Projekt nachgeholt werden bzw. stattfinden kann, ist derzeit ungewiss.

Wir wünschen unseren Partnerschulen in Italien, Polen und Dänemark an dieser Stelle nur das Beste und hoffen, dass sich bald für alle, für Lehrer, Schülerinnen und Schüler sowie den Freundes- und Familienkreis, ein bisschen Normalität einstellen wird. 

Bleibt gesund! Posostaje zdrowy! Forbliver sund! Rimane in salute!  

Erfolgreicher Start ins Jahr 2020

Die ersten Wochen des neuen Jahres standen ganz unter dem Zeichen des KA1-Projektes Den Menschen stärken, einem Mobilitätsprojekt gezielt für Schulpersonal, an dem das MBG seit letztem Jahr im Rahmen von Erasmus+ teilnimmt. Bislang besuchten einige KollegInnen europäische Fortbildungen in Island, Schweden oder auf Teneriffa. Das gewonnene Wissen soll dem Ausbau des Förder- und der Entwicklung des Digitalisierungskonzeptes am MBG dienen. Andere KollegInnen werden zudem die Gelegenheit erhalten, im Rahmen des Job Shadowing den Unterricht an einer dänischen Schule zu begleiten. Weitere Mobilitäten werden folgen, um die Schulentwicklung zu unterstützen.

Im Februar besuchten außerdem einige KollegInnen des derzeit laufenden KA2-Projektes Life in plastic - is it fantastic? die italienische Partnerschule in Ostia, Rom, um dort die bisherige Projektarbeit zu evaluieren und reflektieren, aber auch um gemeinsam in die Zukunft zu blicken und das Folgeprojekt vorzubereiten. Ende April steht nun schon die vorletzte Reise im Rahmen des LiP-Projektes nach Italien an, denn im Sepember findet der Abschluss in Dierdorf statt. Als koordinierende Schule dürfen wir Gastgeber für unsere europäischen Gäste aus Polen, Dänemark und Italien sein - und freuen uns sehr darauf!

 

Weihnachten - (Licht-) Blicke für die Schöpfung

Durch Social Media oder Online-Spiele vergessen wir schnell unsere eigene Welt und wie es unserem Planeten geht! - Diesen Gedanken griffen engagierte SchülerInnen der Klasse 10F im diesjährigen Weihnachtsgottesdienst der Mittelstufe auf. Inspiration für diese Thematik brachte nicht nur Greta Thunbergs Popularität, sondern auch das Projekt Life in plastic - is it fantastic?, bei dem einige der beteiligten SchülerInnen mitmachen.

Im Rahmen des Religionsunterrichtes beschäftigten sich die SchülerInnen mit Gottes Schöpfung, die in vielen biblischen Texten als so schön und wunderbar beschrieben wird. Doch heute gilt dies nur noch als unerfülltes Idealbild. Der Mensch schätzt die Erde nicht mehr, beutet sie aus und vernachlässigt sie - aus egoistischen Motiven. Im Gottesdienst wurde dies sehr bildhaft und schockierend vor Augen geführt. Nicht nur Plastik in den Ozeanen, sondern auch aussterbende Tierarten, Abgase und viele Formen der Umweltverschmutzung führen zu einem Ungleichgewicht mit ungeahnten Folgen.

Den SchülerInnen war es ein Anliegen, auf dieses zerstörerische Handeln aufmerksam zu machen. Sie forderten ihre MitschülerInnen dazu auf, sich mehr um Gottes Schöpfung zu kümmern, denn wenn wir etwas ändern wollen, müssen wir jetzt handeln. Sie riefen dazu auf, die Schöpfung wieder mehr zu respektieren, stärker Verantwortung zu übernehmen und die Bewahrung ihrer wieder mehr in den Fokus zu rücken. Als ChristInnen sind wir alle dazu angehalten, Gottes Schöpfung zu retten und jede/r Einzelne zum Licht der Welt zu werden, zu HoffnungsträgerInnen für unsere Heimat - denn es gibt keinen Plan(eten) B!

Samtweiche Hände für Oberkirchenrätin

 

Die Oberkirchenrätin Henrike Tetz, Leiterin der Abteilung 3 - Erziehung und Bildung im Landeskirchenamt, war bei ihrem Besuch am MBG von der Expertise, dem Wissen und der Motivation unserer Schülerinnen und Schülder der LiP-AG begeistert. Diese brachten ihr mit einem kurzweiligen Überblick über das vergangene Projektjahr das Thema und die bisherigen Höhepunkte näher und konnten Frau Tetz mit einem plastikfreien Handpeeling, dessen Rezeptur sie kurz zuvor noch in dem Workshop mit Kordula Honnef kennengelernt hatten, verwöhnen.  

Können Hausmittel eine Drogerie ersetzen?


Am Mittwoch, den 13. November 2019, fand ein fünfstündiger Workshop zum Thema „mikroplastikfreie Pflegeprodukte und Haushaltsmittel“ in Kooperation mit dem Projekt „Bewahrung der Schöpfung“ der Waldbreitbacher Franziskanerinnen statt.

Kordula Honnef, Gärtnerin und Kräuterfrau, begrüßte begeisterte Schülerinnen und Schüler der „Life in Plastic“-AG. Im Rahmen des Erasmus+ Projektes „Life in Plastic - is it fantastic?“ legte dieser Workshop ein besonderes Augenmerk auf die Herstellung von umweltfreundlichen Pflegeprodukten und Haushaltsmitteln, die vollkommen natürlich und abbaubar sind. Deren Grundbestandteile sind handelsüblich und günstig zu erwerben. Dass wenige Hausmittel eine ganze Drogerie ersetzen können, war vielen neu. So wurden besondere Momente und Ergebnisse des Workshops für den lokalen und europäischen Austausch sogar filmisch dokumentiert.

Nach einem kritischen Blick auf die Zusammenhänge von Umwelt, Natur und eigenem Konsumverhalten zu Beginn wurde schnell klar, dass nicht nur politische Entscheidungen für Nachhaltigkeit von Tragweite sein können, sondern das eigene Handeln bereits viel bewirken kann. Dies wurde natürlich praktisch erprobt: Nach dem Besuch des Landrats Achim Hallerbach wurde ein Spülmaschinenreiniger selbst hergestellt. Dieser wird am Samstag, den 16. November 2019, am Tag der offenen Tür in handlichen Gläsern mit Rezeptur verteilt.

Wir danken dem Landkreis Neuwied herzlich für die Unterstützung der Veranstaltung!