Können Hausmittel eine Drogerie ersetzen?


Am Mittwoch, den 13. November 2019, fand ein fünfstündiger Workshop zum Thema „mikroplastikfreie Pflegeprodukte und Haushaltsmittel“ in Kooperation mit dem Projekt „Bewahrung der Schöpfung“ der Waldbreitbacher Franziskanerinnen statt.

Kordula Honnef, Gärtnerin und Kräuterfrau, begrüßte begeisterte Schülerinnen und Schüler der „Life in Plastic“-AG. Im Rahmen des Erasmus+ Projektes „Life in Plastic - is it fantastic?“ legte dieser Workshop ein besonderes Augenmerk auf die Herstellung von umweltfreundlichen Pflegeprodukten und Haushaltsmitteln, die vollkommen natürlich und abbaubar sind. Deren Grundbestandteile sind handelsüblich und günstig zu erwerben. Dass wenige Hausmittel eine ganze Drogerie ersetzen können, war vielen neu. So wurden besondere Momente und Ergebnisse des Workshops für den lokalen und europäischen Austausch sogar filmisch dokumentiert.

Nach einem kritischen Blick auf die Zusammenhänge von Umwelt, Natur und eigenem Konsumverhalten zu Beginn wurde schnell klar, dass nicht nur politische Entscheidungen für Nachhaltigkeit von Tragweite sein können, sondern das eigene Handeln bereits viel bewirken kann. Dies wurde natürlich praktisch erprobt: Nach dem Besuch des Landrats Achim Hallerbach wurde ein Spülmaschinenreiniger selbst hergestellt. Dieser wird am Samstag, den 16. November 2019, am Tag der offenen Tür in handlichen Gläsern mit Rezeptur verteilt.

Wir danken dem Landkreis Neuwied herzlich für die Unterstützung der Veranstaltung!

"Hej!" aus Kopenhagen

Die Mitglieder der Life in Plastic-AG senden liebe Grüße an die MBG-Schulgemeinschaft.

Leider neigt sich unsere Zeit an der Copenhagen City School bereits dem Ende zu. Wir blicken auf eine ereignisreiche und eindrucksvolle Zeit mit den Schülern und Kollegen aus Polen, Dänemark und Italien zurück.

Wir konnten sowohl viel über Plastik als Problem- und Wertstoff lernen als auch Zeit mit unseren dänischen Gastgebern verbringen.

Wir haben die Zeit sehr genossen und konnten viele neue Freundschaften schließen.

Nach einer tollen Woche sagen wir: "Tak for sidst! Det var hyggeligt!"    

RhineCleanUp

Gemeinsam mit unseren Schülern befreiten unzählige freiwillige Helfer am Samstag, 14. September 2019, das Rheinufer in Neuwied vom Müll. Ziel des RhineCleanUpDay, der in sechs Ländern in über 100 Städten stattfand, ist es, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Müll nicht achtlos weggeworfen wird. Von der Rheinbrücke bis zum Schlosspark wurden in drei Stunden über 500 kg Müll gesammelt. Neben dem erwarteten Plastikmüll fanden die Müllsammler unzählige Zigarettenstummel, Glasflaschen, aber auch Fahrräder, Stühle und Einkaufswagen. Landrat Achim Hallerbach konnte sich am Ende des Tages ein Bild von dem Müllberg machen und bedankte sich persönlich bei den Helferinnen und Helfern für ihr Engagement. 

An dieser Stelle bedanken wir uns bei Gaby Schäfer und den Servicebetrieben Neuwied (SWN), die uns tatkräftig bei der Organisation und Durchführung des Events unterstützt haben!

Zu Besuch auf der weltweit größten Hallig

Im September 2019 lernten 15 Schülerinnen und Schüler aus der Natur-AG, der Holzbach-AG und der Life in Plastic-AG eine Woche lang nicht im Klassenraum in Dierdorf, sondern auf der Hallig Langeneß, mitten im Nationalpark Wattenmeer. Vom Seminarhaus auf der Peterswarf aus erfuhren sie im wahrsten Sinne des Wortes das Leben auf einer Hallig, erkundeten den Lebensraum Wattenmeer und waren der Plastikverschmutzung in der Nordsee auf der Spur. Obwohl im Spätsommer strömungsbedingt eher wenig Müll auf der Hallig angespült wird, fanden die Schülerinnen und Schüler in einer Stunde leider doch sehr viel Müll am Sommerdeich. Neben den Resten von Fangnetzen aus dem Fischereibetrieb gehörten Glasscherben zu den häufigsten Fundstücken am Strand. 

Our lives in Plastic

Im Mai 2019 reisten zum ersten Mal unsere Schülerinnen und Schüler ins Ausland nach Krotoszyn und das „echte“ europäische Projektfeeling stellte sich nun auch bei der deutschen Gruppe ein. Die intensive und umfangreiche Projektarbeit in Polen konzentrierte sich zum einen auf die Erkundung von plastikverarbeitenden Unternehmen. Während sich einige Betriebe bereits dem Thema Nachhaltigkeit widmen und Produkte aus recyceltem Plastikmüll erzeugen, profitieren andere Firmen immer noch von der großen Bereitschaft der Verbraucher, die preiswerte Einwegprodukte kaufen möchten, und stellen ihr Warensortiment nur sehr zaghaft auf umweltfreundlichere Angebote um.

Zum anderen galt das Treffen auch einem Vergleich der verschiedenen Müllsysteme in Polen, Dänemark, Italien und Deutschland. In den Präsentationen der Schülerinnen und Schülern zur Mülltrennung und zu den verschiedenen Entsorgungsmöglichkeiten sowie beim Besuch einer Entsorgungsanlage in der Nähe von Krotoszyn konnten viele Klischees (z.B. „nur die Deutschen trennen akribisch den Müll“ oder „in Polen wird alles in einen Behälter geschmissen“) widerlegt werden und es stellte sich schnell heraus, dass es viele Gemeinsamkeiten über die Grenzen hinweg gibt und sich die Müllsysteme und die Mülltrennung sehr ähneln.

Mit vielen Ideen und großem Tatendrang kehrte die deutsche Schülergruppe nach einer arbeitsintensiven Woche ans MBG zurück.

An dieser Stelle bedanken wir uns noch einmal bei den Gastfamilien und unsere Partnerschule für den herzliche Aufnahme und tolle Organisation der Woche.